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MIRIAM CAHN
MEINEJUDEN
14. Rubenspreis der Stadt Siegen

26.6.–23.10.22

Miriam Cahn wird am 26. Juni 2022 der 14. Rubenspreis der Stadt Siegen verliehen. Der renommierte Kunstpreis geht seit 1957 alle fünf Jahre an einen in Europa lebenden Künstler oder eine Künstlerin für ihr Gesamtwerk mit Schwerpunkt Malerei und Grafik. Der Rubenspreis ist mit 25.000 € dotiert, verbunden mit einer Publikation und einer Ausstellung im Museum für Gegenwartskunst Siegen.

Eine Fachjury einigte sich auf die 1949 in Basel geborene Künstlerin Miriam Cahn als neue Preisträgerin und begründete ihre Entscheidung: „Miriam Cahn vertritt eine eigensinnige malerische Position von großer Ausdruckskraft. Dabei verbinden sich subjektive Wahrnehmungen und Empfindungen mit gesellschaftlichen und politischen Fragen. Im Zentrum steht der Körper in seiner Fragilität und Ausgesetztheit, auch gegenüber äußeren Faktoren, wie sich insbesondere in den Arbeiten zur Situation von Geflüchteten zeigt. Das Verhältnis von menschlichem Körper und Maschine ist ebenso Thema wie das Organische, auch im Sinne einer Verbindung von menschlichen und nicht-menschlichen Wesen. Von Anfang ihrer Entwicklung an hat Cahn eine bewusst feministische, unabhängige und kompromisslose Haltung eingenommen. Ihre Malerei hat sich frei von akademischen Regeln und Ästhetiken in unterschiedlichsten Formen und Materialien entfaltet.“

Die Ausstellung MEINEJUDEN eröffnet am Tag der Preisverleihung im Museum für Gegenwartskunst Siegen und bietet einen umfassenden Überblick zum vielseitigen Gesamtwerk von Miriam Cahn. In vierzehn, eigens von der Künstlerin konzipierten Räumen präsentiert sie wichtige Werkgruppen und Installationen der letzten fünf Jahrzehnte, darunter auch zahlreiche neue Arbeiten. Neben ausdrucksstarken, farbintensiven Malereien sind raumhohe Kreidezeichnungen, Arbeiten auf Papier, Plastiken, performative Videos, frühe Skizzenhefte und von der Künstlerin verfasste Texte zu sehen. Den selbstgewählten Ausstellungstitel aufgreifend setzt sich die Rubenspreisträgerin in aktuellen Werken erneut mit dem Jüdischsein auseinander.

Miriam Cahn gehört seit den siebziger Jahren zu den meist beachteten Kunstpositionen der Schweiz und wird heute als eine der weltweit bedeutendsten Künstlerinnen angesehen. Sie war 1982 bereits zur documenta 7 in Kassel eingeladen und 1984 auf der Venedig Biennale vertreten. Ihr Werk wurde seitdem in zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, darunter Kunsthalle Basel (1983), Museum of Modern Art, New York (1984), Kunstmuseum Bonn (1985), Kunsthaus Zürich (1993), Fundación La Caixa, Madrid (2003), Neue Nationalgalerie, Berlin (2004), Badischer Kunstverein (2014) oder Kunsthalle zu Kiel (2016). Zudem war Miriam Cahn auf der documenta 14, Kassel (2017), und der 21. Biennale of Sydney (2018) vertreten. Allein 2019 war Cahn mit großen Ausstellungen in ganz Europa zu sehen, darunter das Kunstmuseum Bern, das Kunsthaus Bregenz, das Reina Sofía Madrid, das Haus der Kunst München und die Nationalgalerie für Moderne Kunst Warschau. Im vergangenen Jahr zeigte The Power Plant, Toronto eine umfangreiche Einzelpräsentation der Künstlerin. Sie selbst realisierte im Palazzo Castelmur (Kanton Graubünden/Schweiz) „FREMD das fremde“ – eine ortsbezogene Ausstellung. Ihr Werk wird aktuell u.a. in der Fondazione ICA Milano, Mailand, und in der Hauptausstellung der 59. Venedig Biennale 2022 präsentiert. Im kommenden Jahr 2023 wird das Palais de Tokyo, Paris, eine Einzelpräsentation von Miriam Cahn zeigen.

Kurator: Thomas Thiel

Gefördert von der Universitätsstadt Siegen und der Peter Paul Rubens Stiftung


Der Rubenspreis der Stadt Siegen

Der 1955 ins Leben gerufene Rubenspreis der Stadt Siegen gehört zu den renommiertesten internationalen Kunstpreisen. Er wird alle fünf Jahre einem Maler/einer Malerin oder einem Graphiker/einer Grafikerin zugesprochen, die sich im europäischen Kunstschaffen durch ein wegweisendes künstlerisches Lebenswerk ausgewiesen haben. Die Auszeichnung erinnert an den Maler-Diplomaten Peter Paul Rubens, der in Siegen geboren wurde und der als Hauptmeister der europäischen Barockmalerei jene künstlerischen Maßstäbe gesetzt hat, denen die Preis-Verleihung seit 1957 verpflichtet ist.

Bisher erhielten Hans Hartung (1957), Giorgio Morandi (1962), Francis Bacon (1967), Antoni Tápies (1972), Fritz Winter (1977), Emil Schumacher (1982), Cy Twombly (1987), Rupprecht Geiger (1992), Lucian Freud (1997), Maria Lassnig (2002), Sigmar Polke (2007), Bridget Riley (2012) und Niele Toroni (2017) den Rubenspreis der Stadt Siegen.

Das Museum für Gegenwartkunst Siegen besitzt mit der Sammlung Lambrecht-Schadeberg wichtige und umfangreiche Werkgruppen aller Rubenspreisträger und Rubenspreisträgerinnen. Derzeit bietet die Sammlung mit über 300 Arbeiten einen guten Überblick über das Schaffen der Ausgezeichneten. Arbeiten der neuen Preisträgerin werden diese Sammlung künftig ergänzen.

Weitere Informationen bietet Ihnen das digitale Feature „Der Rubenspreis der Stadt Siegen und die Sammlung Lambrecht-Schadeberg“ im Entdeckenbereich unserer Website.

Pressekonferenz
FR. 24.6. 12 Uhr
Mit der Künstlerin Miriam Cahn, Steffen Mues, Bürgermeister der Stadt Siegen, sowie
Thomas Thiel, Kurator und Direktor des MGKSiegen

Preisverleihung
SO. 26.6. 14 Uhr
Miriam Cahn, 14. Rubenspreis der Stadt Siegen
Festakt im Großen Saal der Siegerlandhalle

Ausstellungseröffnung
SO. 26.6. 17 Uhr
Museum für Gegenwartskunst Siegen
Eintritt frei
Mit buntem Rahmenprogramm rund um das Museum: Offenes Atelier für Kinder, Mitmachaktionen und Kunstguides in der Ausstellung. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.


Kontakt

Stefanie Scheit-Koppitz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Museum für Gegenwartskunst Siegen
Tel. 0271-40577-13
Fax 0271-40577-33
scheit-koppitz@mgksiegen.de

Dr. Sabine Schutz
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsstadt Siegen
Tel. 0271-404-1256
PC-Fax 0271-404-36-1256
s.schutz@siegen.de

 

 

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Miriam Cahn, EREIGNISICH, über absturzstelle nachdenken (zitatenbild), 25.4.+26.4.2014, Courtesy of the artist, Galerie Jocelyn Wolff, Paris, und Meyer Riegger, Berlin/Karlsruhe © Miriam Cahn

Porträt Miriam Cahn, 2021, Foto: Lukas Wassmann

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