Won Ju Lim
Longing for Wilmington
Die große Rauminstallation „Longing for Wilmington“ der kalifornischen Künstlerin Won Ju Lim eröffnet im Wechselausstellungsbereich des Museums einen imaginären Raum, der Sehnsucht und Erinnerung weckt.
Ausstellungsansicht Intermedia, MGKSiegen, Arbeit von Won Jun Lim, Longing for Wilmington, 2000, Courtesy die Künstlerin, Foto: Roman Mensing
Architekturmodelle aus farbigem Plexiglas sowie weiße Hartschaumplatten sind im Ausstellungsraum zu komplexen Form- und Raumstrukturen geschichtet. An den Wänden leuchten Diaprojektionen einer Industrielandschaft. „Longing for Wilmington“ von 2000 bezieht sich auf einen realen Ort in den USA, einen Vorort von Los Angeles, der durch seine ausgedehnten Ölraffinerie-Anlagen geprägt ist. Won Ju Lim (1968 in Korea geboren und in Los Angeles aufgewachsen) nimmt ihn als räumlichen Bezugsrahmen, um mit ihrer suggestiven Installation einen imaginären Raum für Sehnsucht und Erinnerung zu eröffnen. Zugleich ist der Doppelsinn des Heimlichen, in dem sowohl das Häusliche und Vertraute wie auch das Verborgene und Geheime enthalten ist, eine Zwiespältigkeit, die die Künstlerin besonders in der Architektur amerikanischer Vororte manifestiert sieht. Tatsächlich hat sich Won Ju Lim durch Prospekte für Fertighäuser zu den komplexen Raumstrukturen in ihrer Installation inspirieren lassen.
Kuratorin
Dr. Barbara Engelbach