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Francis Bacon

Bilder des Widerspruchs

Der dritte Rubenspreisträger Francis Bacon (1909–1992) gilt als einer der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt seines Schaffens steht der moderne Mensch, in seiner existenziellen Zerrissenheit und sozialen Vereinsamung.

Francis Bacon, Study from the Human Body and Portrait, 1988, Sammlung Lambrecht-Schadeberg, MGKSiegen, © The Estate of Francis Bacon. All rights reserved/VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Ob Repräsentanten des öffentlichen Lebens, Freunde, Künstlerkollegen oder anonyme Modelle, die Dargestellten auf Bacons Bildern erscheinen in Aufruhr oder Auflösung, getrieben und bezwungen von ihrer Kreatürlichkeit. Wie kaum ein anderer Künstler malt Bacon schonungslose Bilder eines schutzbedürftigen Individuums, das losgelöst von seiner gesellschaftlichen Stellung aus unbestimmten Bildräumen herausblickt.

Das Museum für Gegenwartskunst hat die Ende 2005 getätigte Neuerwerbung des großformatigen Gemäldes „Study for Portrait (Pope)“ (1957), aus der Serie der sogenannten Papstbilder Bacons zum Anlass genommen, den Gesamtbestand der Sammlung Lambrecht-Schadeberg zu zeigen.

Fünf Gemälde aus seiner Schaffenszeit von 1949 bis 1988, ergänzt um das „Triptychon“ (1986/87) eine Leihgabe der Marlborough Gallery, London/New York, gaben ein repräsentatives Zeugnis von den thematischen Leitfäden, die Bacons Werk durchziehen.

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