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Sebastián Díaz Morales

FICCIONARIO IV

Die Filme und Videos von Sebástian Díaz Morales bewegen sich an der Grenze zwischen Realität und Fiktion. Seine Arbeiten möchten zeigen, dass Realität nur ein imaginiertes Konstrukt ist.

Sebastián Díaz Morales, Suspension, 2013–14, Videoinstallation, Filmstill, © Sebastián Díaz Morales, Courtesy carlier I gebauer, Berlin

“The mind was dreaming. The world was its dream.” (Jorge Luis Borges)

Sebastián Díaz Morales wurde 1975 in der argentinischen Stadt Comodoro Rivadavia geboren. Die „Hauptstadt des Windes“, wie sie auch genannt wird, in isolierter Lage zwischen dem Atlantik und der patagonischen Steppe gelegen, prägte seine Bildsprache. Das Aufwachsen in einer extremen Umgebung im Nirgendwo, wie Morales selbst sagt, führte zu einer besonderen Wahrnehmung der Realität. Seine Filme und Videos, die seit 1998 entstanden sind, möchten zeigen, dass Realität nur ein imaginiertes Konstrukt ist. Jeder Charakter und jede Narration sind Metaphern für die Grenze zwischen Realität und Fiktion. Indem Morales in seinen Filmen und Objekten die alltägliche Erfahrung des Zusammenhangs von Raum und Zeit in Frage stellt, beschwört er die surrealen Welten des Traums.

Díaz Morales arbeitet mit verschiedenen Techniken des Films. So setzt er Montagetechniken ein, Verfremdungen oder Slow Motion. Auch dem Sound kommt eine tragende Rolle zu, sei es durch Geräusche oder Filmmusik. Die Arbeiten erinnern teilweise an Science-Fiction. Ihr Erzählstil und die Dialoge sind minimalistisch, doch die Bilder wecken Assoziationen, die den Betrachter eine neue Konzeption der Realität entdecken lassen.

Die monumentale High Definition-Videoinstallation „Suspension“ (2013) steht neben den beiden großen Videos „Insight“ (2012) und dem neu entstandenen Video „The Lost Object“ (2016) im Zentrum der Ausstellung mit insgesamt fünf Videoinstallationen sowie weiteren Objekten und Zeichnungen, die sich zu einer eindrucksvollen Gesamtinszenierung zusammenfügen.

Gefördert durch
Mondrian Stiftung

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