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Wie kam es zur Gründung des MGKSiegen?

Das MGKSiegen wurde 2001 eröffnet. Das Gebäude besteht aus dem ehemaligen Telegrafenamt und einem Neubau, den der bekannte Architekt Josef P. Kleihues gebaut hat. Die Pläne für ein neues Museum in Siegen gab es seit den 1980er Jahren.

Wer war maßgeblich daran beteiligt?

Die Initiatoren waren Winfried Schwarz (ehem. Kreisdirektor) und Prof. Dr. Gundolf Winter (ehem. Inhaber des Lehrstuhls Kunstgeschichte der Universität Siegen) sowie das Künstlerpaar Bernd und Hilla Becher und Prof. Dr. Klaus Bußmann (ehem. Direktor des LWL-Museums Münster). Und vor allem die Stifterin und Mäzenin Barbara Lambrecht-Schadeberg.

Welche Struktur hat das MGKSiegen? 

Das MGKSiegen hat die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als Gesellschafter sind im Aufsichtsrat vertreten: die Peter Paul Rubens-Stiftung, die Stadt Siegen und die Universität Siegen. Weitere Gesellschafter sind: Kreis Siegen-Wittgenstein und Kunstverein Siegen.

Was ist die Aufgabe der Peter Paul Rubens-Stiftung?

Die Peter Paul Rubens-Stiftung hat die Aufgabe, mit ihren Stiftungserträgen den laufenden Betrieb des Museums zu sichern. Sie wurde von Frau Barbara Lambrecht-Schadeberg ins Leben gerufen und mit Stiftungskapital ausgestattet. Das ursprünglich ausschließlich private Stiftungskapital wurde durch Zustiftungen öffentlicher Körperschaften (Land, LWL, Kreis Siegen-Wittgenstein und Stadt Siegen sowie der Sparkasse Siegen) im Jahr 2015 erhöht.

Welchen Etat hat das MGKSiegen jährlich zur Verfügung?

Die Höhe des Etats besteht einerseits zu 75% aus den Erträgen der Peter Paul Rubens-Stiftung und zu 25% aus anderen Einnahmen, wie z.B. Sponsoren- oder Eintrittsgelder. Für die Wechselausstellungen werden Mittel bei verschiedenen privaten und öffentlichen Stiftungen, Institutionen und Unternehmen eingeworben (z.B. Bundeskulturstiftung, Land NRW, Europäische Union, etc.)

Der Rubenspreis wird von der Stadt Siegen vergeben. Wie kommt die Wahl der Preisträger*innen zustande?

Die Rubenspreisträgerinnen und die Rubensförderpreisträger werden von einer Jury gewählt, die von der Stadt berufen wird. Diese setzt sich aus internationalen Kunstexpert*innen zusammen: eine Leiter*in eines Museums, eine Kunstkritiker*in, eine Künstler*in, eine Hochschulprofessor*in und ein weiteres Fachmitglied. Die Jurymitglieder*innen bringen ihre Vorschläge ein und treffen nach eingehender Diskussion die Entscheidung für die Preisträger*in. Die Vertreter*innen des Arbeitskreises „Rubenspreis der Stadt Siegen“ begleiten das Verfahren. Die Preisträger*innen erhalten eine Einzelausstellung im Museum und eine Publikation. Ab 2022 ist der Preis mit 25.000 € dotiert. 

Welches sind die Rubenspreisträger*innen? Müssen das immer Maler*innen sein?

Der Rubenspreis wird seit 1958 ausschließlich an in Europa lebende bedeutende Maler*innen bzw. Grafiker*innen für ihr Lebenswerk verliehen. Bisher sind es dreizehn Rubenspreisträger*innen: Niele Toroni (2017), Bridget Riley (2012), Sigmar Polke (2007), Maria Lassnig (2002), Lucian Freud (1997), Rupprecht Geiger (1992), Cy Twombly (1987), Emil Schumacher (1982), Fritz Winter (1977), Antoni Tàpies (1972), Francis Bacon (1967), Giorgio Morandi (1962) und Hans Hartung (1957).

Was ist der Förderpreis zum Rubenspreis?

Der Förderpreis zum Rubenspreis wurde von der Stadt Siegen 1980 gestiftet und wird alle fünf Jahre vergeben, jeweils zeitversetzt zu den Verleihungen des Rubenspreises. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld von 5000 €, eine Ausstellung im MGKSiegen und eine Publikation verbunden. Die bisherigen Förderpreisträger*innen sind: Lena Henke (2019), Vaijko Chachkhiani (2014), Diango Hernández (2009), Peter Piller (2004), Silke Rehberg (1999), Karin Sander (1994), Julia Lohmann (1989) und Max Neumann (1984).

Welches Konzept verfolgt die Sammlung Lambrecht-Schadeberg?

Die Sammlung beinhaltet ausschließlich Werke der Rubenspreisträger*innen. Derzeit sind das rund 300 Kunstwerke von elf Künstlern und zwei Künstlerinnen.

Die Sammlung gehört Frau Lambrecht-Schadeberg und wird im Museum quasi nur ausgestellt. Richtig?

Barbara Lambrecht-Schadeberg möchte die Kultur und insbesondere die Kunst in der Region stärken und konzentriert sich mit dieser Sammlung daher auf die Rubenspreisträger*innen. Die Sammlung befindet sich als Dauerleihgabe im Museum.

Wie vergrößert sich die Sammlung?

Die Sammlung wächst kontinuierlich durch Ankäufe, die bei den Künstler*innen und Sammler*innen direkt oder in Galerien und auf Auktionen getätigt werden. Jede Künstlerin und jeder Künstler soll mit repräsentativen Werken aus allen Schaffensperioden vertreten sein. Über Ankäufe entscheidet ein Gremium in engster Abstimmung mit der Sammlerin. Die Sammlung wird von Kurator Prof. Dr. Christian Spies betreut.

Was ist der Freundeskreis?

Der Freundeskreis unterstützt mit seinen Beiträgen die Ausstellungen des Museums, Neuerwerbungen von Kunstwerken sowie die Museumspädagogik, wie z.B. das Kinderatelier, die Sonntagsführungen oder die Arbeit mit Schulklassen.

Wie werde ich Mitglied im Freundeskreis und was bringt mir das?

Sie treffen im Museum auf viele kulturell interessierte Gleichgesinnte und unternehmen einzigartige Reisen. Sie können jederzeit ins Museum gehen und zahlen keinen Eintritt! Die Ausstellungskataloge des Museums erhalten Sie zu Sonderkonditionen. Weitere Informationen und das Beitrittsformular finden Sie auf der Website.

Wer sind die MäZEHNe?

Eine besondere Gruppe im Freundeskreis sind die MäZEHNe. Es sind zehn Kunstfreund*innen, die sich für fünf Jahre zusammenfinden, um gemeinsam einen Betrag für den Ankauf eines Kunstwerkes der jeweils nächsten Rubensförderpreisträger*innen anzusparen. Einmal im Jahr unternehmen sie gemeinsam eine Reise in Begleitung des Museumsdirektors.

Wer sind die JungeKunstFreundeSiegen?

Sie sind etwa 18–35 Jahre alt und treffen sich regelmäßig im und rund ums Museum. Fernab von andächtiger Kunstbetrachtung wollen die JungenKunstFreunde vielseitige und vor allem selbstbestimmte Zugänge zur Kunst eröffnen. Programm auf Instagram, Facebook und als Newsletter. 

Welche Vorteile habe ich als Studierende/r im Museum?

Studierende haben jederzeit gegen Vorlage ihres Studierendenausweises freien Eintritt ins Museum und zu allen Ausstellungen.

Kann ich auch ein Praktikum machen?

Sie können das Museum und seine Arbeitsabläufe im Rahmen eines Praktikums kennen lernen. Sie erfahren, was zur Vorbereitung einer Ausstellung notwendig ist, assistieren bei der Pressearbeit und in der Kommunikation. Sie können – je nach Neigung – darüber hinaus Einblicke in die kuratorische Praxis gewinnen. Schreiben Sie eine Kurzbewerbung mit Lebenslauf per E-mail an info@mgksiegen.de.

Gibt es die Möglichkeit der Mitarbeit?

Kunststudierende können sich für eine freie Mitarbeit bewerben. Wir suchen immer wieder engagierte Studierende, die Führungen für Kinder, Schulklassen und Erwachsene durchführen. Sie sollten bereits über Kenntnisse in der Kunstgeschichte sowie über kunstpädagogische Methoden verfügen und mindestens im 4. Semester sein.

Wie erhalte ich regelmäßig Informationen darüber, was im Museum los ist?

Ganz einfach: Folgen Sie uns auf Facebook, Instagram oder tragen Sie sich in unseren Newsletter-Verteiler ein. Ein- bis zweimal monatlich erfahren Sie alles über unsere Ausstellungen und Veranstaltungen. Oder werden Sie gleich Mitglied im Freundeskreis.