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Bridget Riley

12. Rubenspreis der Stadt Siegen

Die 1931 in London geborene Künstlerin Bridget Riley gehört zu den herausragenden Malerinnen unserer Zeit. Am 1. Juli 2012 erhielt sie als Anerkennung für ihr Lebenswerk den Rubenspreis der Stadt Siegen. Zeitgleich wurde eine große Ausstellung mit ihren Arbeiten im Museum für Gegenwartskunst Siegen eröffnet.

Bridget Riley, November, 1990, Sammlung Lambrecht-Schadeberg, MGKSiegen, Courtesy die Künstlerin

„Die Freuden des Sehens haben ein Merkmal gemeinsam – sie treffen einen überraschend. Sie sind plötzlich, rasch und unerwartet.“
(Bridget Riley)

Riley untersucht in ihrer Malerei konsequent das Phänomen des Sehens und behandelt damit die große Frage der abendländischen Kunst: Wie nehmen wir die Welt wahr und wie wird daraus ein Bild?

In den 1960er Jahren wird Riley in kürzester Zeit weltberühmt mit ihren, der so genannten Optical Art zugerechneten Bildern. Zuerst sind das vibrierende Bilder in Schwarzweiß, dann in farbigen Grauwerten und schließlich gelingt ihr der Durchbruch zur reinen Farbigkeit. Es entstehen bewegte, aus abstrakten Farbfeldern gewachsene Bilder. Anfangs reduziert auf vertikale Streifen wird die Bildfläche in den 1980er Jahren durch den Einbezug der Diagonale dynamischer. Schließlich verbindet sie in den 1990er Jahren die Rautenformen mit kreis- und kurvenförmigen Elementen – rotierende Bewegungsfiguren, die mehr Flexibilität und Raumtiefe ermöglichen.

Bridget Riley konzipierte die Ausstellung im Museum für Gegenwartskunst Siegen selbst, in der Werkgruppen seit den 1980er Jahren vertreten sind. So werden verschiedene Strategien zum Ausrichten und Verflechten von Streifen, rhomboiden und gekrümmten Figuren, aber auch Kreisen gezeigt. Dafür hat Riley hat eine spezielle Präsentationsform gewählt. Durch die Gegenüberstellung von zwei oder drei Bildern in insgesamt 12 Museumsräumen verstärkt sie die Wirkung von Farbe und Form durch Vergleich. Das Ergebnis ist ein aufregendes und belebendes visuelles Erlebnis. Die Ausstellung umfasst zudem zwei wandgroße Gemälde und eine Zeichnung, die eine ganze Wand einnimmt und speziell für diese entworfen wurde.

Die Ausstellung wurde realisiert in Kooperation mit der Stadt Siegen.

Wir danken den Förderern, namentlich der Peter Paul Rubens-Stiftung, British Coucil, RWE, Sparkasse Siegen.
Der Film zur Ausstellung wurde gefördert von hauser lacour kommunikationsgestaltung, Heinrich Georg Maschinenfabrik, Krombacher, RWE.

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