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Anna Boghiguian

Manchmal trifft die Gegenwart unerwartet auf die Vergangenheit

Das Museum für Gegenwartskunst Siegen präsentiert die erste monografische Museumsausstellung von Anna Boghiguian (*1946 Kairo, EG) in Deutschland.

Die ägyptisch-kanadische Künstlerin armenischer Herkunft untersucht in ihren Arbeiten die Auswirkungen von historischen, ökonomischen und politischen Ereignissen auf unsere Gegenwart. Aus einer sehr persönlichen Perspektive und tief verwurzelt in der Literatur beschäftigt sich die vielreisende Künstlerin mit Menschen, Kulturen, Orten und großen Verbindungslinien der Welt. Ihre nomadischen Erfahrungen übersetzt Boghiguian in Künstlerbücher, Zeichnungen, Malereien, Collagen und Installationen.

Die Ausstellung im MGKSiegen liefert anhand von wegweisenden Rauminstallationen einen umfassenden Überblick zum Werk von Anna Boghiguian. Außerdem zeigt sie erstmals neue Werkgruppen, die sich mit dem Bau des Suez-Kanals und Zeit der Spanischen Grippe beschäftigen.

Boghiguian gilt als eine der interessantesten Gegenwartskünstlerinnen unserer Zeit. Sie nahm unter anderem an der dOCUMENTA 13 in Kassel teil und erhielt 2015 den Goldenen Löwen für ihren Beitrag im armenischen Pavillon auf der 56. Biennale di Venezia. Ihre Arbeiten waren weltweit in großen Einzelausstellungen zu sehen, zuletzt im SMAK, Gent (2020), Tate St. Ives (2019), dem New Museum, New York (2018) und dem Museum der Moderne, Salzburg (2018).

Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit Institut Valencià d’Art Modern (IVAM), Valencia.